24August2009

UEFA Women’s Euro 2009

von werc | 21:44 Uhr | Sport

Finnland richtet in diesem Jahr die UEFA Fußball-Europameisterschaft der Frauen aus und neben Helsinki, Turku und Lahti werden einige Spiele auch im Ratina-Stadion in Tampere ausgetragen. Darüber hinaus finden die drei Vorrundenspiele von Titelverteidiger Deutschland hier statt und heute wurde auch gleich Norwegen mit einem 4:0 vom Platz gefegt. Ich fand das Spiel trotzdem nicht sonderlich unausgeglichen und man muss dazu sagen, dass immerhin drei Tore in der letzten bzw. den paar Minuten Nachspielzeit gefallen sind. Mit rund 7.500 Zuschauern war das Stadion nicht mal halb gefüllt, was vielleicht an dem Zeitpunkt an einem normalen Wochentag lag. Die Preise sind jedenfalls fast wie beim CFC, aber wir hatten das Glück, dass uns vor dem Stadion ein Mann einfach so drei Karten geschenkt hat. Er hätte zuviel gekauft. :) Die Tickets hier gelten sogar für beide Spiele, wir hätten uns im Anschluss also auch noch Island gegen Frankreich (1:3) anschauen können. Aber so gut war die Stimmung dann doch nicht…

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22August2009

Kirpputori – Flohmarkt auf finnisch

von werc | 12:51 Uhr | Allgemeines

Die Wohnheimzimmer von TOAS sind relativ rustikal eingerichtet. Im Ursprungszustand gibt es nur einen Schrank, ein Bücherregal, einen Schreibtisch, einen Stuhl und ein Bett mit Matratze. Das war’s – und alles in weiß. Um nicht allzu farblos leben zu müssen, war ich in den ersten Tagen nur mit Einkaufen beschäftigt. Flohmarkt Zum Glück gibt es hier jede Menge der „Kirpputori“, ein Zwischending zwischen Flohmarkt und Second-Hand-Shop. Für 20-30 € pro Woche kann man sich da eine kleine Stellfläche mieten und seinen ganzen alten Plunder dort platzieren. Die Läden haben dann reguläre Öffnungszeiten, man kann dort durchlaufen, sich überall wegnehmen, was man haben möchte, und bezahlt auf einmal alles zusammen an der Kasse. Mit etwas Geduld und Forscherdrang findet man dort alles was man braucht, natürlich unter den regulären Ladenpreisen. So hab ich für Teppich, Gardinen, drei Lampen, Wasserkocher, eine Pflanze, einen Blumentopf, zwei Tassen und etwas Besteck nur etwas über 30,- € bezahlt. Ich finde, es hat sich gelohnt. Und was auf den Vorhängen steht, finde ich irgendwann bestimmt auch noch heraus… :)

leerer Raum      eingerichtetes Zimmer

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14August2009

Tervetuloa Suomeen

von werc | 19:43 Uhr | Allgemeines

Ich mag die Fährüberfahrten, in der Lounge hat man einen wunderschönen Panorama-Rundumblick und wenn man sich im fensterlosen Schlafsaal befindet, dann merkt man fast gar nicht, dass das Schiff überhaupt fährt. Im Morgengrauen kann man dann schon die Küstenlinie und die vielen Inseln vor Helsinki entdecken. Bei der Ankunft in Vantaa gab’s herrlichsten Sonnenschein, also schnell noch das gesamte Gepäck irgendwie aufs Rad geschnürt und los ging es auf unzähligen Irrwegen durch der Hauptstadt. Hauptsache Richtung Norden, der Rest wird schon irgendwie passen.

Hafeneinfahrt

Nun liegt es in der Natur der Sache, dass es bis Tampere fast 200 km zu bewältigen gilt, was für einen Tag dann doch etwas zuviel ist. Es musste also irgendwo eine Zwischenübernachtung her und so hatte ich das erste mal das Vergnügen, das Gastfreundschaftsnetzwerk CouchSurfing auszuprobieren. Das ganze ist eine riesigen Community, mit derzeit 1.332.612 Mitgliedern überall auf der Welt, die ihre Couch zur kostenlosen Übernachtung zur Verfügung stellen. So bin ich bei Antti und Maria im beschaulichen Turenki bei Hämeenlinna gelandet, die mich herzlich bei sich aufgenommen haben. Es hat sich auf jeden Fall gelohnt. Ich hatte sogar ein eigenes Zimmer mit einem großen Bett und habe bei selbstgemachtem Johannisbeersaft und Nudelauflauf aus erster Hand jede Menge über die finnischen Eigenheiten, Fliegenfischen und Giraffen gelernt. :)

Mit etwa 116 km war der erste Tag nicht zuletzt durch die vielen kleineren Umwege gut zehn Kilometer länger als erwartet, aber mit einem Ziel vor Augen ist das eigentlich kein Problem und nach den 90 km am zweiten Tag hat mich auch schon meine Tutoren-Vertretung mit dem Schlüssel an meiner neuen Wohnung erwartet. Und da bin ich also. Noch ist niemand hier, aber das Internet funktioniert schonmal… :)

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12August2009

Reise, Reise

von werc | 17:29 Uhr | Allgemeines

Langsam gehört es zum Ritual, dass ich am letzten Tag vor einer längeren Radreise noch einmal ein paar Stunden dem Fahrrad widmen muss und nachdem am Sonntag der neue Schlauch im neuen Reifen die ganze Luft auf einmal freisetzen musste, war das auch diesmal der Fall. Meist wird zudem alles noch viel schlimmer, als es eh schon war und endet im Hinblick auf die nahende Abfahrt in panischen Versuchen alles wieder instand zusetzen. Immerhin: Was vorher kaputt geht, bleibt dann meist wenigstens während der Fahrt verschont und die letzte Nacht gilt es ja auch auf irgendeine Weise sinnvoll herumzubringen. Letztendlich war ich dann doch schon 6.30 Uhr mit dem Packen und allen restlichen Erledigungen fertig. Die spontane Erkenntnis, dass etwas Schlaf und ein späterer Zug wohl doch die bessere Kombination sind, hat den restlichen Tag sogar noch etwas angenehmer gestaltet.

Abfahrt in Chemnitz

Mit gut 35 kg Gepäck dann doch ganz ordentlich beladen ging es gegen Mittag zum Bahnhof und dann über Leipzig und die Lutherstadt Wittenberg nach Rostock. Die anschließend rund 10 km bis zum Überseehafen waren gleich die optimale Teststrecke, um Rad und Gepäckträger unter den extremen Belastungen zu testen: Wiedererwartend erfolgreich bestanden! :-)

Die Fähre von Tallink Silja legt erst am frühen Morgen ab und so galt es nun noch die Wartezeit bis zum Check-In gegen 0.30 Uhr abzuwarten, aber freundlicherweise wird man anschließend mit dem Rad einfach so durchgewunken und darf als einer der ersten aufs Schiff. Bei einem gebuchten Ruhesessel und freier Platzwahl ist das von großem Vorteil, denn die Liegeplätze auf dem Boden zwischen den Reihen sind heiß begehrt. Also schnell den Schlafsack ausgerollt und den Wecker auf die zugewiesene „Dusch-Stunde“ gestellt … um am nächsten Morgen um eine Erkenntnis reicher zu sein: Es kann frustrierend sein, wenn man sich frühs aus dem Bett quält, um dann vor einer verschlossenen Tür zu stehen, weil an Bord finnische Zeit gilt und es somit bereits eine Stunde später ist als gedacht. *grrrrrr*

Wenigstens gibt es in der Lounge keinen Troubadour mehr, aber dafür gratis WLAN. Die Übertragungsraten erinnern zwar an früheste Modemzeiten, aber für Internet mitten auf der Ostsee reicht’s vollkommen aus. Also, viele Grüße aus internationalen Gewässern… :)

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10Juli2009

Hei, puhun jo vähän suomea

von werc | 23:07 Uhr | Sprache

Die letzte Einheit in der Volkshochschule ist vorüber und die Geheimnisse der finnischen Sprache sind nicht mehr ganz so geheimnisvoll wie am Anfang. Auch wenn es immernoch schwierig ist zwischen den richtigen Fällen wie Ablativ, Adessiv, Akkusativ, Allativ, Elativ, Essiv, Genitiv, Illativ, Inessiv, Nominativ, Partitiv oder Translativ zu unterscheiden, so hat es trotzdem sehr geholfen einen Überblick zu bekommen. Was epäjärjestelmällistyttämättömyydellänsäkäänköhän nun wirklich bedeutet, wird aber leider erst im zweiten Kurs verraten. Die Übersetzung für das längste finnische Wort findet man zwar auch Internet, aber die ist so unspektakulär, dass ich sie hier nicht verraten werde… :)

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27Mai2009

Angenommen!

von werc | 16:00 Uhr | Allgemeines

Dear Applicant,
your application to the University of Tampere has been processed. I am delighted to inform you that you have been accepted to the University of Tampere. Your Letter of Acceptance has been mailed to your home address along with important information regarding your arrival in Tampere, student accommodation and start of your studies.

Heute ist endlich auch die Zusage #2 gekommen. Nach der Bestätigung des Platzes an der TU Chemnitz ging die Bewerbungsprozedur an der Universität von Tampere (UTA) wieder von vorn los. Zusätzlich zum Bewerbungsformular musste noch ein Motivationsschreiben auf Englisch, das Learning Agreement (ein informeller Studienvertrag mit den geplanten Kursen), sowie eine Notenübersicht ausgearbeitet und nach Finnland geschickt werden. Insgesamt 6 Wochen hat das ganze nun gedauert, aber allein die Post hat hinzu schon 7 Tage gebraucht. Dafür gab es immer mal wieder nette E-Mails aus Tampere von der Koordinatorin für Internationales „meiner“ Fakultät für Wirtschaft und Verwaltung. Dort scheint wohl gerade der Sommer auszubrechen… :)

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20. September 2018, 08:43
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