7 November 2009
250 Helfer für eisige Zeiten
von werc | 22:05 Uhr | Allgemeines
Schon seit Anfang Oktober klackern hier die meisten Autos unüberhörbar über die Straßen. Im Gegensatz zu Deutschland sind Winterreifen mit Spikes, also kleinen Stahlstiften gegen das Rutschen auf eisglatter Fahrbahn, nicht verboten.
Mit dem kürzlichen Wintereinbruch war es langsam an der Zeit, auch mein Fahrrad den finnischen Bedingungen anzupassen. Seit dieser Woche bin ich also stolzer Besitzer zweier “polkupyörän nastarenkaat”, eines finnischen Nokian W106 mit 106 Spikes und einem von Biltema mit 144 Stück. Nach drei Stunden Wechseln, Schrauben, Ölen, Flicken und Einstellen ging es auf die erste Probefahrt. Der Unterschied zu den normalen Tourenreifen ist deutlich spürbar und ich freu’ mich schon im Winter das Radeln auf den zugefrorenen Seen ausprobieren zu können… :)
Bisher 3 Kommentare
Jens meint:
8 November 2009 um 16:19 Uhr
Ich hab mehr als doppelt so viele Spikes wie du, ätschibätsch. :-). (2 · 304 Spikes)
Auf zugefrorenen Seen damit fahren, macht zwar Spaß (wenn sie nicht schon wieder halb angetaut sind wie bei uns), auf der Straße aber dafür umso weniger. Nach drei Wochen wirst du die Spikes nur noch hassen. So schlimm wie „eingebauter Gegenwind” ist es nicht – viel schlimmer. Das Rad rollt überhaupt nicht mehr. Aber dafür hat man die Gewissheit, dass einem auch gefrorene Pfützen nichts anhaben können.
Vielleicht ist es ja bei dir nicht so schlimm, weil du nur am Rand Spikes hast.
Christian meint:
8 November 2009 um 19:17 Uhr
Ich denke, für meine Einsatzzwecke wären irgendwelche Freeride Reifen mit 336 scharfen Carbidstiften auf Leichtaluminium für 80 Euro pro Stück dann doch maßlos überdimensioniert und bei den zu erwartenden Temperaturen krieg’ ich wohl ganz andere Probleme als einen erhöhten Rollwiederstand… :)
Jens meint:
9 November 2009 um 14:46 Uhr
Hast du von der Bundeswehrmacht nich so eine Bankräubermütze mitbekommen?
Die hilft bei niedrigen Temperaturen. Und dazu noch dicke Handschuhe, dann hast du auch keine Probleme mehr.
Die Biathleten haben übrigens Wettkämpfe bis -20 °C.