12 August 2009

Reise, Reise

von werc | 17:29 Uhr | Allgemeines

Langsam gehört es zum Ritual, dass ich am letzten Tag vor einer längeren Radreise noch einmal ein paar Stunden dem Fahrrad widmen muss und nachdem am Sonntag der neue Schlauch im neuen Reifen die ganze Luft auf einmal freisetzen musste, war das auch diesmal der Fall. Meist wird zudem alles noch viel schlimmer, als es eh schon war und endet im Hinblick auf die nahende Abfahrt in panischen Versuchen alles wieder instand zusetzen. Immerhin: Was vorher kaputt geht, bleibt dann meist wenigstens während der Fahrt verschont und die letzte Nacht gilt es ja auch auf irgendeine Weise sinnvoll herumzubringen. Letztendlich war ich dann doch schon 6.30 Uhr mit dem Packen und allen restlichen Erledigungen fertig. Die spontane Erkenntnis, dass etwas Schlaf und ein späterer Zug wohl doch die bessere Kombination sind, hat den restlichen Tag sogar noch etwas angenehmer gestaltet.

Abfahrt in Chemnitz

Mit gut 35 kg Gepäck dann doch ganz ordentlich beladen ging es gegen Mittag zum Bahnhof und dann über Leipzig und die Lutherstadt Wittenberg nach Rostock. Die anschließend rund 10 km bis zum Überseehafen waren gleich die optimale Teststrecke, um Rad und Gepäckträger unter den extremen Belastungen zu testen: Wiedererwartend erfolgreich bestanden! :-)

Die Fähre von Tallink Silja legt erst am frühen Morgen ab und so galt es nun noch die Wartezeit bis zum Check-In gegen 0.30 Uhr abzuwarten, aber freundlicherweise wird man anschließend mit dem Rad einfach so durchgewunken und darf als einer der ersten aufs Schiff. Bei einem gebuchten Ruhesessel und freier Platzwahl ist das von großem Vorteil, denn die Liegeplätze auf dem Boden zwischen den Reihen sind heiß begehrt. Also schnell den Schlafsack ausgerollt und den Wecker auf die zugewiesene „Dusch-Stunde“ gestellt … um am nächsten Morgen um eine Erkenntnis reicher zu sein: Es kann frustrierend sein, wenn man sich frühs aus dem Bett quält, um dann vor einer verschlossenen Tür zu stehen, weil an Bord finnische Zeit gilt und es somit bereits eine Stunde später ist als gedacht. *grrrrrr*

Wenigstens gibt es in der Lounge keinen Troubadour mehr, aber dafür gratis WLAN. Die Übertragungsraten erinnern zwar an früheste Modemzeiten, aber für Internet mitten auf der Ostsee reicht’s vollkommen aus. Also, viele Grüße aus internationalen Gewässern… :)

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