27 Februar 2009

Yksi, kaksi, kolme

von werc | 23:42 Uhr | Sprache

Weltweit sprechen heute nur etwa 6 Millionen Menschen Finnisch. Im Zuge der Globalisierung setzt man daher auch in Finnland primär auf Englisch als erste Fremdsprache. Das hat den großen Vorteil, dass man sich als Ausländer so gut wie überall in den Geschäften, Restaurants, Museen etc. relativ einfach verständigen kann, mitunter sogar in Deutsch. Kenntnisse in der Landessprache sind eigentlich nicht unbedingt nötig.

Trotzdem stand für mich von vornherein fest, dass ich, egal welches Land es letztendlich werden würde, mir auf jeden Fall zumindest die Grundkenntnisse aneignen möchte. Leider ist das Angebot des Zentrums für Fremdsprachen an der Uni ziemlich beschränkt und so kam es wie gelegen, dass die Volkshochschule Chemnitz im Sommersemester wieder einen Grundkurs in Finnisch anbietet. Heute war also die erste Einheit und ich muss sagen, es macht sogar richtig Spaß. Alles nette Menschen, eine kleine Gruppe mit 15 Leuten und die 14 mal 90 Minuten gibt’s zum günstigen Studentenpreis für 58,50 €. So etwas sollte man eigentlich viel öfters in Anspruch nehmen. :-) Jetzt heißt es nur noch weiterhin dran und vor allem motiviert zu bleiben, was freitagabends ab 20.30 Uhr manchmal schon schwierig werden könnte.

Zu lernen gab’s heute natürlich auch schon etwas. Finnisch entstammt der uralischen Grundsprache und hat einen langen Weg mit jeder Menge Abspaltungen über die finnisch-ugrische Grundsprache (daraus hat sich später auch Ungarisch herausgebildet), die finnisch-permische Grundsprache, die wolgafinnische Grundsprache und die finnisch-samische Ursprache hinter sich. In den etwa 1.000 Jahren vor unserer Zeitrechnung hat sich so das Urfinnisch herausgebildet, wovon letztendlich heute die ostseefinnischen Sprachen Ingrisch, Karelisch, Lüdisch, Wepsisch, Wotisch (alle vereinzelt noch in Russland gesprochen), Estnisch, Livisch (Lettland) und nicht zuletzt Finnisch abstammen. Im Grunde genommen muss man aber bloß wissen, dass Deutsch aus den indogermanischen Sprachen entstammt und beides nicht allzuviel miteinander zutun hat. Da ist also einiges an Umdenken angesagt, so haben finnougrische Sprachen z.B. kein grammatikalisches Geschlecht. Das macht das ganze zwar um einiges leichter, daran gewöhnen muss man sich trotzdem erstmal… :-)

Bisher 2 Kommentare

nina meint:

5 Oktober 2009 um 19:19 Uhr

hei^^
ich wollte eigentlich schon vor grsauere zeit anfangen finnisch zu lernen ( grauer zeit = 3 monate^^) aber mit 12 hat mans halt noch schwer seine eltern zu überreden, ne?
überrede sie grad zu ner auslandsreise , nem kurs oder zumindest nem buch wie yksi kaksi kolme oder hei suomi, bin schon nah dran! *weiter bettel* xD
moi moi Nina

Christian meint:

5 Oktober 2009 um 21:51 Uhr

Moikka Nina,
dann drück ich dir mal beide Daumen, dass du noch ein Buch bekommst, auch wenn ein richtiger Kurs oft besser ist. Das „Yksi Kaksi Kolme“ ist gut und wirklich nicht so teuer. Ansonsten haben auch einige Bibliotheken solche Bücher im Angebot.
Im Internet gibt’s jede Menge Seiten zum Lernen. Die sind zwar leider alle größtenteils auf Englisch, aber schau doch einfach mal nach:

http://www.uuno.tamk.fi
http://www.yle.fi/easyfinnish
http://www.finnishschool.com
http://www.yle.fi/opinportti/supisuomea
http://www.uusikielemme.fi/extras.html
http://donnerwetter.kielikeskus.helsinki.fi/FinnishForForeigners

Heippa
  Christian

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